Sie kennen vielleicht den selbstironischen „Neck“, mit dem sich Ärzte verschiedener Fachrichtungen gern gegenseitig einen „Rippenstupser“ verpassen: „Der Internist weiß alles – der (Augen‑)Chirurg kann alles – der Pathologe weiß alles und kann alles, aber leider zu spät!“ Zugegeben, etwas makaber und nicht jedermanns Geschmack, aber auch dieser Aphorismus enthält besonders für „Normalsterbliche ohne Medizinstudium“ etwas Lehrreiches. Denn auch im Zeitalter von „Dr. Google“ kann kein medizinischer Laie auch nur annähernd „alles wissen“ geschweige denn „alles können“, was im Beschwerdefall erforderlich ist. Was aber gerade im Bewusstsein von Beeinträchtigungen seines Sehvermögens jeder beeinflussen bzw. verhindern kann, ist das „zu spät“.

Augenarztsuche – „wer zu spät kommt…

…den bestraft das Leben“, sagt man. Nun geht es ja bei Augenerkrankungen nur in seltenen Fällen um unmittelbare Lebensgefahr. Aber das Augenlicht ist der vielleicht wertvollste Sinn des Menschen, dessen Schwächung oder gar Verlust eine immense Einschränkung der physischen wie psychischen Lebensqualität nach sich zieht. Bei vielen Augenerkrankungen – sei es Kurz- oder Weitsichtigkeit, eine Katarakt (Grauer Star), ein Glaukom (Grüner Star), eine Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) oder eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) – kommt einer rechtzeitigen Diagnostik und adäquaten Therapieterminierung große Bedeutung zu. Ausbleibende Behandlung, auch zu späte augenärztliche Intervention können im schlimmsten Fall die Erblindung nach sich ziehen.

Die Nadel im Heuhaufen - Augenarztsuche

Augenarztsuche – Vertrauensfrage

Ein Problem, vor dem viele Menschen stehen, wenn sie erstmalig Veränderungen ihrer Sehfähigkeiten verspüren: Wie finde ich eine(n) gute(n) und für mein Augenleiden geeignete(n) Augenärztin(arzt)? Empfehlungen aus dem eigenen sozialen Umfeld und Bewertungsportale im Internat sind das eine – bisweilen durchaus hilfreich, aber stets subjektiv gefärbt, oft auch anonym. Letztlich gilt es also immer, sich ein eigenes Bild zu machen, d. h. einen persönlichen Kontakt mit dem Arzt, seinem Team und der Praxisatmosphäre herzustellen. Dabei erweist es sich von großem Nutzen, schon etwas vorbereitet an die Augenarztsuche heranzugehen und sich selbst vor und beim ersten Besuch die richtigen Fragen zu stellen, Eindrücke zu sammeln und die Antworten erkenntnisbringend einzuordnen.

Augenarztsuche – Leitfaden

Ob Vorsorgeuntersuchung, Bindehautentzündung oder Kataraktoperation, eine Vertrauensbasis, die auf ärztlicher Expertise und menschlicher Sympathie beruht, ist viel wert. Sie verbessert nachweislich die Adhärenz (Bereitschaft des Patienten, die Therapie anzunehmen und aktiv mitzuwirken) sowie die Erfolgsaussichten jeder Behandlung. Der Vertrauensaufbau geht vom Eindruck der Onlinepräsenz, über die Terminvergabe bis zur Aufklärung über augenchirurgische Eingriffe und deren Nachsorge. Folgende Punkte sollten Sie in Ihrer Augenarztsuche einbeziehen:

  • Augenarztsuche – Terminvergabe:
    • Bekomme ich einen Termin in akzeptabler zeitlicher Nähe?
    • Ist Online-Terminvereinbarung möglich?
  • Augenarztsuche – Praxisambiente
    • Wie wirken Räumlichkeiten und Sauberkeit auf mich?
    • Ist das Personal freundlich?
    • Ist für Diskretion bei der Anmeldung gesorgt?
    • Ist die Wartezeit akzeptabel? Werde ich über unerwartete Verzögerungen (Notfälle) informiert?
  • Augenarztsuche – Arztgespräch
    • Ist mir die Ärztin/der Arzt sympathisch, habe ich ein gutes Bauchgefühl?
    • Nimmt er/sie sich genug Zeit, ohne mit Rücksicht auf andere Patienten zu „trödeln“?
    • Berät und klärt er/sie mich umfassend auf und wählt er eine Ausdruckweise, die ich auch als Laie gut verstehe?
    • Kann ich auch einfache und vielleicht banal erscheinende Verständnisfragen stellen, ohne dass mein Gegenüber „genervt“ reagiert.
    • Werden meine Wünsche und Erwartungen ernst genommen? Fließen sie in die augenärztlichen Erwägungen mit ein, sodass ich mich im guten Gefühl einer gemeinsamen Therapieplanung in die Behandlung begebe?
    • Wie fällt die Reaktion aus, wenn ich besonders große Ängste – etwa vor einer Augenoperation – äußere? Geht die Ärztin/der Arzt einfühlsam darauf ein, nimmt sie Ernst und gibt mir Hilfestellung? (- siehe dazu auch „Augenarzt für Angstpatienten“)
    • Gibt er/sie mir ehrliche Auskunft über die Häufigkeit, mit der er/sie eine bestimmte Operation bereits durchgeführt hat und welche Erfahrungen er/sie dabei gemacht hat.
    • Kann er/sie mich überzeugen, dass die mir empfohlene Behandlungsmethode, die chirurgische Technik und die apparative Ausstattung „up to date“ sind.
  • Augenarztsuche – Untersuchung, Diagnostik, OP, Nachsorge
    • Werde ich vor der Untersuchung über von mir selbst vorzunehmende Maßnahmen (z. B. Verabreichung von Augentropfen, Nahrungsaufnahme) unmissverständlich informiert
    • Herrscht während der Untersuchung eine ruhige Atmosphäre
    • Wird mir verständlich erklärt, was gerade passiert, was ich selbst tun muss?
    • Werde ich auf unangenehme Momente (Schmerz, Blendung) vorbereitet?
    • Erklärt mir der Arzt/die Ärztin, was er/sie sieht?
    • Stellt er/sie eine klare Diagnose mit Vorstellung der Behandlungsoptionen?
    • Gehe ich in dem Bewusstsein in eine OP, mich in die Obhut eines eingespielten Teams unter Leitung eines kompetenten Augenchirurgen zu begeben.
    • Kann man mich von einer guten postoperativen Nachsorge überzeugen
  • Augenarztsuche – Kosten, Bürokratie
    • Werde ich über Kassenleistungen und selbst zu tragenden Behandlungskosten aufgeklärt?
    • Erhalte ich Unterstützung bei der Findung vielleicht benötigter Finanzierungshilfen?

Augenarztsuche – „No-Gos“

Kein Arzt und keine Praxis ist 100-prozentig perfekt. Umso hellhöriger sollten Sie bei Ihrer aktiven Augenarztsuche werden, wenn ein „100 Prozent“ in anderem Zusammenhang fällt – nämlich dann, wenn es um die Erfolgsaussichten einer Behandlung, etwa eines augenchirurgischen Eingriffs geht. Jedem, der Ihnen ein „sicheres Heilversprechen“ gibt, sollten Sie mit äußerster Vorsicht begegnen. „In der Medizin gibt es kein 100 Prozent!“, das ist ein unumstößlicher Grundsatz, dessen Missachtung unangenehme Folgen haben kann. „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung“ lautet die nächste Erkenntnis, die es ebenso zu beachten gilt wie das Wissen um die Individualität jedes Menschen und jedes seiner Augen. Es gibt keine Operation ohne Risiko und auch nach 100 Tausend erfolgreichen Kataraktoperationen, kann bei der 101-Tausendsten durch eine individuelle Besonderheit eine Komplikation auftreten. Darüber muss jeder Patient aufgeklärt werden und auf diesbezügliche Nachfragen müssen klare Antworten gegeben werden. Wenn Sie hier als Patient, den Eindruck gewinnen, ein Arzt will darüber hinweg gehen, versucht zu banalisieren und spricht ständig von „Routineeingriff“, seien Sie bitte auf der Hut!

Augenarztsuche – Patientenwohl an erster Stelle

Bei den Augenärzten am Platz der Luftbrücke dürfen Sie darauf vertrauen, dass Dr. Febrer Bowen und seine Kollegin Dr. Gurabardhi Ihnen auch von Eigriffen abraten werden, wenn sie medizinisch nicht geboten sind oder andere, weniger kostenintensive Therapien zielführender erscheinen. Das schließt auch die Überweisung an einen Kollegen ein, der gegebenenfalls auf der Behandlung einer besonderen Erkrankung spezialisiert ist. Bei „augen-arzt-berlin“ dürfen Sie auf Erfüllung der oben im Text genannten Anforderungen setzen – zu 100 Prozent? Na ja – vielleicht zu 99,9.

Am besten machen Sie sich selbst ein Bild und vereinbaren bequem online einen Termin.