Schäden an der Netzhaut des Auges, die unbehandelt zur Erblindung führen können, zählen zu den schwerwiegenden Folgen des Diabetes Mellitus („Zuckerkrankheit“). Leider finden viele Betroffene erst den Weg zu Augenarzt, wenn bereits irreversible Sehbehinderungen vorliegen.

Diabetes und Netzhautschäden – Aufklärungsbedarf

Die „diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe“, eine Interessenvertretung von Diabetikern und deren Angehörigen sieht großen Aufklärungsbedarf. Mit augenärztlichen Kontrolluntersuchungen sollte möglichst zeitnah nach der Diagnosestellung begonnen werden. In der Praxis sei  dies längst nicht immer der Fall. Patienten müssen besser über die hohe Relevanz frühzeitiger Netzhautkontrollen informiert werden. Die Augenärzte am Platz der Luftbrücke nehmen diese Aufklärungspflicht seit Langem sehr ernst.

Diabetes Augenkontrolle bei den Augenärzten am Platz der Luftbrücke

Diabetes und Netzhautschäden – Retinopathie und Makulopathie

Erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße. Bei einer Diabeteserkrankung sind nahezu immer auch die winzigen Gefäße der Augen-Netzhaut (Retina) betroffen. Der Fachbegriff lautet Diabetische Retinopathie. Sie betrifft den angeborenen Typ-1 (Insulinmangel-)Diabetes, den Typ-2 (Insulinresistenz-)Diabetes und weitere Formen in gleicher Weise. Zwei Komplikationen bedrohen das Sehvermögen von Diabetespatienten: die sogenannte proliferative Diabetische Retinopathie und die diabetische Makulopathie.

Diabetes und Netzhautschäden – Blutungs- und Erblindungsgefahr

Die proliferative Retinopathie geht mit der Bildung neuer, aber brüchiger Blutgefäße in der Netzhaut einher. Platzen diese Gefäße, kommt es zu Blutungen und schlimmstenfalls zur Netzhautablösung. Die Folge ist eine plötzliche Sehverschlechterung mit erhöhter Erblindungsgefahr. Bei der Makulopathie betreffen die Blutgefäßschädigungen die sogenannte Makula lutea („Gelber Fleck“), den etwa  drei Millimeter durchmessenden zentralen Netzhautbereich, der die höchste Dichte an Lichtsinneszellen aufweist und daher auch „Stelle des schärfsten Sehens“ genannt wird. Tritt hier aus brüchigen Blutgefäßen Flüssigkeit aus, kann es zu Bildung eines Makulaödems (Ödem = Flüssigkeitsansammlung) kommen.

Diabetes und Netzhautschäden – Lange keine Symptome

Das Tückische an den diabetischen Netzhautveränderungen: Betroffene verspüren lange Zeit keine Beeinträchtigungen ihres Sehvermögens, obwohl bereits Netzhautschäden vorliegen, die dringend behandelt werden müssten und in diesem frühen Stadium auch erfolgreich behandelbar wären!  Erfolgt die augenärztliche Kontrolle hingegen erst, wenn die Patienten bereits Verschlechterungen ihres Sehvermögens bemerken, lassen sich diese Einbußen in den allermeisten Fällen nicht mehr vollständig zurückgewinnen.

Diabetes und Netzhautschäden – Gute Leitlinie…

„Medizinische Leitlinien“ sind offizielle, auf systematischen wissenschaftlichen Studien beruhende Behandlungsempfehlungen, die Ärzte als Grundlage für die individuelle Therapieplanung miteinbeziehen. Die Leitlinie zur diabetischen Retinopathie und Makulopathie empfiehlt:

  • Frühzeitige, regelmäßig zu wiederholende Augenuntersuchungen , um frühe meist symptomlos verlaufen Strukturveränderungen wie Gefäßneubildungen zu erkennen, bevor Sehverschlechterung eintreten
  • Frühzeitiger ophthalmologischer Therapiebeginn für bessere Visusergebnisse. (Visus = Sehschärfe)

Leider bekommen Augenärzte Diabetespatienten oft erst zu Gesicht, wenn der Zeitpunkt für beide Leitlinienpunkte bereits lange verstrichen ist.

Diabetes und Netzhautschäden – …verbesserungswürdige Umsetzung

Die meisten an Diabetes erkrankten Menschen werden hausärztlich betreut. Dabei liegt der Fokus natürlich auf einer stabilen Blutzuckereinstellung durch Medikamente und besonders bei Typ-2-Diabetes durch Veränderung der Lebensgewohnheiten (Gesunde Ernährung, Bewegung/Sport, Abbau von Übergewicht).  Leider besteht aktuell ein großes Manko in Bezug auf die diabetische Augengesundheit. So beklagt die diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, dass gegenwärtig etwa 60 bis 80 Prozent(!) der Diabetiker keine der Leitlinie entsprechenden augenärztlichen Früh- und regelmäßigen Folgekontrollen wahrnehmen. Die Gründe scheinen vielfältig, aber besonders in mangelnder Aufklärung begründet. Die Folgen: Unnötig viele Diabetesbetroffene erleiden irreparable Einbußen ihres Sehvermögens bis hin zu Erblindung.

Diabetes und Netzhautschäden – Problemanalyse

Die Augenärzte sind in einer misslichen Lage, da sie praktisch nie die erste Anlaufstelle für Diabetiker sind.  Die Betroffenen selbst kümmern sich verständlicherweise um jene Beeinträchtigung, die sie verspüren und um die Umsetzung der hausärztlichen Empfehlungen zur Blutzuckereinstellung. Um Frühschäden an ihrer Netzhaut, von denen sie (noch) gar nichts bemerken, kümmern sie sich nicht – wie auch, wenn sie weder um deren Existenz noch um die frühe Behandlungsnotwendigkeit wissen.

Diabetes und Netzhautschäden – Kommen Sie zur Vorsorge!

Die Augenärzte am Platz der Luftbrücke bemühen sich, wichtige Informationsdefizite zu beseitigen. Wenn bei Ihnen die Diagnose „Diabetes Mellitus“ – egal welchen Typs – gestellt wurde, kommen Sie in Ihrem eigenen Interesse so zeitnah wie möglich zur augenärztlichen Kontrolluntersuchung.  Das Team um Dr. med. Febrer Bowen und Dott.ssa Gurabardhi kann vielleicht auch Sie vor später nicht mehr zu behebenden Netzhautschäden bewahren. Buchen Sie Ihren Wunschtermin bei Ihrem Augenarzt Berlin am Platz der Luftbrücke bequem online oder auch telefonisch!