Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen werden zu wenig genutzt. Die vermeidbaren Folgen: Im Seniorenalter sehen viele Menschen schlecht und bauen dadurch deutlich schneller körperlich und geistig ab. Das war eine der zentralen Botschaften auf dem Jahreskongress der zur „Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG)“ gehörenden „Stiftung Auge“. Offensichtlich besteht ein großes Informationsdefizit hinsichtlich der heutigen Möglichkeiten der Augenheilkunde. Zum einen herrscht wenig Wissen, welch große Bedeutung dem Faktor Zeit bei der Diagnose und Therapie der häufigsten altersabhängigen Augenerkrankungen – Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Makuladegeneration (AMD) – zukommt. Zum anderen ist der Irrglaube weit verbreitet, Sehkraftverluste in höherem Alter müssten akzeptiert werden, da sie nicht mehr therapierbar seien. Die Entwicklung der Augenmedizin während der letzten Dekade macht in beiden Punkten ein generelles Umdenken erforderlich.

Augenvorsorge – ungenutztes Potenzial

„60 ist das neue 40“ – „80-Jährige so fit wie die 50er von einst!“ – egal, wie man zu solch aufmunternd gemeinten Phrasen steht, unstreitig sind die „Oldies“ von heute im Schnitt biologisch deutlich jünger als es ihre Voreltern waren. Verbesserter Hygiene und Ernährung, medizinischem Fortschritt und weniger belastenden Lebensumständen ist diese Entwicklung zu verdanken. Tatsache ist aber auch, dass gerade im Hinblick auf die Augengesundheit im Seniorenalter bei weitem nicht die vorhandenen Potenziale genutzt werden.  Ein entscheidender Punkt sind die von großen Bevölkerungskreisen viel zu wenig angenommenen augenmedizinischen Vorsorgeangebote.

Glückliches älteres Paar - Regelmäßige Augenkontrollen für gutes Sehen im Alter

Augenvorsorge – auf den Zahn gefühlt

Die Sinnhaftigkeit von zwei zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen pro Jahr wird jedem von uns ab frühester Kindheit „eingeimpft“. Aber Kontrolle der Augen? Fehlanzeige! Solange nichts wehtut, brennt oder die Sicht verstellt, gehen wir nicht zum Augenarzt. In jungen Jahren geht das auch meist gut. Das erste Mal bekommt das Gros der Menschen mit „Mitte 40“ Probleme bei der Sicht auf Kleingedrucktes. Meist wird dann beim Discounter eine Lesebrille besorgt – im Laufe der Folgejahre mit steigender Dioptrienzahl. Beim Augenarzt schlagen die meisten erst auf, wenn das nicht mehr reicht oder andere Sichtbehinderungen bemerkt werden. Das Fatale daran: In solchen Stadien liegen oft schon erhebliche Augenschäden vor. Die typischen altersabhängigen Augenerkrankungen entwickeln sich schleichend mit einer Jahre bis Jahrzehnte währenden Vorlaufzeit, die noch weitgehend ohne spürbare Symptome verläuft.

Augenvorsorge – Symptomfrei kein Gesundheitsgarant 

Das Tückische an dieser lange unbemerkt verlaufenden Krankheitsentwicklung: Symptomfrei bedeutet nicht schadensfrei. In frühen, noch asymptomatischen Krankheitsstadien diagnostiziert, lässt sich durch rechtzeitige, für die Betroffenen undramatische therapeutische Maßnahmen, die Krankheitsprogression deutlich verlangsamen/aufhalten und damit für einen erheblich längeren Erhalt der Sehfähigkeit bis ins hohe Seniorenalter sorgen. Wie die DOG-Zahlen belegen, gilt das für die drei häufigsten Augenerkrankungen des Alters – Katarakt, Glaukom und AMD – in prinzipiell gleicher Weise. Der Lösungsweg ist vergleichsweise einfach: ab „Mitte 40“ jedes Jahr zur augenärztlichen Kontrolluntersuchung! Allein damit ließe sich die Häufigkeit schwerer Verläufe altersabhängiger Augenerkrankungen maßgeblich reduzieren.

Augenvorsorge – schlechte Sicht beschleunigt das Altern

Eine im September 2018 im renommierten „Journal of the American Medical Association (JAMA)“ publizierte Studie hat einen deutlichen Zusammenhang zwischen nachlassender Sehkraft und abnehmender Hirnfunktion im Alter aufgezeigt. Über eine Studiendauer von acht Jahren bestimmten die Wissenschaftler in Zweijahresintervallen bei 2.500 Senioren die Sehkraft sowie die kognitiven Fähigkeiten mittels des anerkannten „Mini-Mental-Status-Test (MMST)“. Dabei werden Orientierung, Rechenleistung, Buchstabier- und Merkfähigkeit geprüft. Die Assoziation zwischen Verschlechterung des Sehvermögens und Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit war hoch signifikant und erklärt sich auch aus der Tatsache, dass der Mensch 80 Prozent seiner Sinneseindrücke über die Augen aufnimmt. Die Folgen nachlassender Sehfähigkeit und damit verknüpfter Gehirnleistung im Alter sind zunehmende Verluste von Selbstständigkeit und Mobilität.

Augenvorsorge – schlechtes Sehen erhöht Unfallrisiken

Hinter allen unbehandelten Augenerkrankungen des Alters steht das Schreckgespenst der Erblindung. Aber lange davor stehen die mit Einschränkungen des Sehvermögens einhergehenden Unfallgefahren. Stürze über nicht wahrgenommene Stolperfallen wie Teppichkanten oder Stufen erhöhen das Risiko für Knochenbrüche. Der im Alter so gefürchtete Oberschenkelhalsbruch ist leider noch immer mit erhöhter Pflegebedürftigkeit und sogar vorzeitigem Tod assoziiert. Und der Ausgangspunkt solcher Dramen ist allzu oft ein schleichender Sehkraftverlust, dem nicht rechtzeitig Beachtung geschenkt wurde.

Augenvorsorge – fatalistische Sicht

„Schlechtes Sehen gehört halt zum Altwerden“ – diese fatalistische Einstellung ist bei vielen Menschen höheren Alters anzutreffen. Aber sie entspricht überhaupt nicht mehr dem Stand der Augenmedizin im Jahr 2019! Kataraktoperationen, also der Tausch getrübter Augenlinsen gegen künstliche, eintrübungsresistente Kunstlinsen, sind für Dr. med. Bernhard Febrer Bowen auch bei Patienten im späten achten Lebensjahrzehnt und darüber hinaus nichts Außergewöhnliches – mit hervorragenden Ergebnissen und vielen glücklichen „Aha“-Effekten bei den behandelten Patienten („Hätte ich das früher gewusst“). Sogar ein ÜHU (über 100-Jähriger) genießt nach Intervention der Augenärzte am Platz der Luftbrücke wieder klare Sicht und zurückgewonnene Bewegungsfreiheit.

Augenvorsorge – Apell der „Stiftung Auge“

Ob Katarakt, Glaukom oder AMD – „die heutige Augenheilkunde kann den Verlauf all dieser altersabhängigen Augenkrankheiten fast immer aufhalten“, lautet die Botschaft der „Stiftung Auge“-Experten. „Voraussetzung ist aber eine frühzeitige Diagnose, möglichst bevor der Patient eine Sehverschlechterung wahrnimmt!“ Die Patienten müssen aufgeklärt werden, dass Augenlinse (Katarakt), Sehnerv (Glaukom) oder Netzhaut (AMD) bereits während der noch symptomfreien Krankheitsentwicklung Schaden nehmen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können dem effektiv entgegenwirken. Kommen Patienten erst bei spürbaren Symptome zum Augenarzt, liegt oft bereits ein Spätstadium mit hohem Schadensausmaß vor. Das erschwert die Therapie unnötig.  Den Appell zur frühzeitigen Wahrnehmung regelmäßiger augenärztlicher Vorsorge kann Dr. Febrer Bowen auf Basis seiner jahrzehntelangen augenärztlichen Praxiserfahrung in verschiedenen Ländern Europas nur bestätigen.

Augenvorsorge – es muss(!) besser werden

Die deutschlandweite OVIS-Studie zur „ophthalmologischen Versorgung in Seniorenheimen“ hat erhebliche  Defizite der augenmedizinischen Betreuung der alten Menschen aufgezeigt.  Der letzte Augenarztbesuch lag durchschnittlich über vier Jahre zurück. Die Hälfte der in die Studie einbezogenen 2.500 Senioren litt an einem unbehandelten Grauen Star, fast 40 Prozent zeigten Symptome einer AMD und bei über 20 Prozent bestand der Verdacht oder sogar eine gesicherte Diagnose eines Grünen Stars. Die letzte Brillenanpassung lag zum Teil über 10 Jahre zurück. Senioren, die in der eigenen Wohnung leben, wurden zwar nicht von der Studie erfasst, doch gehen die Experten von mindestens ebenso traurigen Zahlen aus – traurig besonders deshalb, weil durch rechtzeitige und regelmäßige Augenvorsorge viele Schicksale vermeidbar wären.

Augenvorsorge – Denken Sie an sich und Ihre Angehörigen

Schlechtes Sehen treibt das Altern voran, aber schlechtes Sehen muss heute Dank hochentwickelter Augenmedizin keine unabänderliche Begleiterscheinung des Älterwerdens mehr sein! Zu wenig Wissen über die Effektivität moderner Augenheilkunde – auch von augenchirurgischen Maßnahmen über das neunte Lebensjahrzent hinaus – beraubt viele Senioren ihrer Lebensfreude, mindert ihre Lebensqualität und Lebenserwartung. Das muss heute nicht mehr sein. Kümmern Sie sich bitte um Ihre älteren Angehörigen und denken Sie auch an sich selbst. Regelmäßige und möglichst frühzeitige (d. h. auch ohne selbst bemerkte Symptome) Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt Ihres Vertrauens können sehr viel dazu beitragen, dass Sie auch im höheren Lebensalter geistig und körperlich fit bleiben.  Denken Sie bitte daran: Zum Zahnarzt gehen Sie (hoffentlich) auch nicht erst, wenn Sie starke Schmerzen verspüren. Setzen Sie auch den Kontrollbesuch beim Augenarzt auf Ihre Jahresagenda – auch und gerade, wenn sich das Auge nicht mit Schmerzen bzw. unscharfen Bildern bemerkbar macht.

Die Augenärzte am Platz der Luftbrücke heißen Sie zur Kontrolle Ihrer Augen willkommen – Vereinbaren Sie Ihren Wunschtermin zur Großen Augenkontrolle oder zur Großen Glaukomvorsorge bequem online.