Die Einstellungsvoraussetzungen für den Polizeidienst sind in Deutschland je nach Bundesland, Behörde und Laufbahn nicht einheitlich geregelt. Sehschwächen unterschiedlicher Art und Stärke zählten noch vor einigen Jahren zu den häufigen Ausschlusskriterien. Während des Polizeidienstes ist das Tragen einer Brille zwar gestattet, dennoch ist für viele Anwärter die Sehhilfe keine komfortable Lösung. Kontaktlinsen sind nicht erlaubt, zu gefährlich können diese beispielsweise beim Einsatz von Reizgas sein. Doch mit den modernen refraktivchirurgischen Möglichkeiten der Augenlaser-Behandlung hat sich für Polizeidienstanwärter einiges verändert.

Allgemeine Voraussetzung für den Polizeidienst

Die deutschlandweit geltenden Anforderungen an das Sehvermögen sind in der bundeseinheitlichen PolizeiDienstVorschrift 300 (PDV 300) geregelt. Die Sehleistung auf jedem Auge muss ohne Brille bis zum 20. Lebensjahr 50%, danach 30% betragen. Weiterhin wird Farbunterscheidungsvermögen, Stereosehen und Nachtsehvermögen verlangt. Die Ausschlusskriterien für den Dienst bei der Bundespolizei sind im „Informationsblatt des Ärztlichen Dienstes des Bundeskriminalamtes für Bewerberinnen und Bewerber für den Polizeivollzugsdienst des Bundes“ (Stand: 05/2016) festgehalten:

  • Das Sehvermögen erreicht beim Tragen einer Sehhilfe auf dem besseren Auge weniger als 100% und auf dem  schlechteren weniger als 80%
  • Unkorrigierte Sehleistung für die Ferne schon auf einem Augen unter 50% bis zum 20. Lebensjahr, unter 30% nach Vollendung des 20. Lebensjahres
  • Bei Weitsichtigkeit darf die Sehkorrektur unter Lähmung des Ziliarmuskels (Zykloplegie) +2,5 dpt auf einem Auge nicht übersteigen
  • Unzureichendes räumliches Sehen, herabgesetzte Dämmerungssehschärfe, erhöhte Blendungsempfindlichkeit, Gesichtsfeldeinschränkung schon auf einem Auge
  • Störung des Farbunterscheidungsvermögens
  • Zwischen refraktionsverbessernden Operationen und der Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit müssen mindestens 12 Monate liegen. Der präoperative Ausgangsbefund hinsichtlich der Korrektur des Sehvermögens darf nicht mehr als -5,0 bzw. +3,0 dpt betragen
  • Die Resthornhautdicke vor und nach einer refraktionsverbessernden Operation sollte ausreichend sein und ist schriftlich mitzuteilen
  • Intraokularlinsen

(Quelle: Informationsblatt Polizeidiensttauglichkeit BKA)

Regelung zu Augenlasern liegt auf Länderebene

Augenlaserbehandlungen zum Erreichen der polizeilichen Vorgaben sind in den meisten Bundesländern zulässig. Welche Lasermethoden für eine Polizeibewerbung erlaubt sind, regeln die einzelnen Bundesländer und deren Polizeibehörden unterschiedlich. Hier gilt es, bei den zuständigen Einstellungsberatern Informationen einzuholen. Insbesondere bezüglich der vorgeschriebenen Zeitintervalle zwischen Lasertherapie und polizeilichem Dienstantritt gibt es abweichende Vorgaben. In der Regel beträgt die postoperative Wartefrist ein Jahr. Doch ist dies unter Umständen auch von der Art der Laserbehandlung und der damit zusammenhängenden Heilungsdauer abhängig.

Augenlasern für den Polizeidienst – welche Methode ist die beste?

Die refraktive Chirurgie – vom lateinischen „refractus“ („zurückgebrochen“) – umfasst die Brechkraft der Hornhaut des Auges verändernde operative Eingriffe. Verschiedene Laser-Verfahren haben die seit den 1960er Jahren dazu verwendeten Hornhauthobel ersetzt.

Lesen Sie auf unserer Website alles über die verschiedenen Laserverfahren und lassen Sie sich von uns in einem kostenlosen Vorgespräch informieren, welches Laserverfahren für Sie geeignet ist.

Einige Bundesländer unterstützen keine LASIK-Behandlung sondern nur die PRK. Die Begründung liegt darin, dass bei der LASIK ein Flap erzeugt wird, anschließend wird das Auge gelasert. Nach der Laserbehandlung wird diese körpereigene Kontaktlinse wieder zurück geklappt. Bei der PRK hingegen wird lediglich die oberste Schicht der Hornhaut entfernt und wächst sofort nach der Laserbehandlung wieder nach. Die PRK hat dadurch einen längeren Heilungsprozess als die LASIK. Es dauert zwar ein paar Tage, bis die Deckschicht wieder komplett nachgewachsen ist, danach ist sie aber wieder genauso stabil wie vor der Behandlung.

Aber auch die Femto-LASIK bietet viele Vorteile: Man ist am nächsten Tag der Behandlung wieder fit für die Arbeit – extra Urlaubstage müssen nicht einberechnet werden. Die amerikanische Navy empfehlt ihren Bomberpiloten diese Methode. Das sind die Einsatzkräfte, die nachts bei Wind und Wetter ihre Kampfjets auf Flugzeugträgern landen müssen. D.h., die Femto-Lasik führt zu solch einem guten Sehen, dass es dort staatlich gefördert wird. Die Femto-LASIK ist die schonendere Form der Augenlaser-Behandlung. Einige Bundesländer sind schon so weit, dass sie die Lasik zulassen. Sollte das nicht so sein, dann steht die PRK-Methode zur Verfügung. Wichtig ist, dass man auf asphärische Laserprofile und die Benutzung des Antistatikums Mytomicin C achtet, damit es zu einem bestmöglichen Ergebnis kommt. Wir führen diese Behandlung zudem wellenfrontgestützt durch.

(Fast) Nichts ist unmöglich mit der Augenlaser-Korrektur

Die verschiedenen Laserverfahren ermöglichen durch Gewebeabtrag und genau definierte Hornhaut-Einschnitte die Korrektur verschiedener Fehlsichtigkeiten wie Weit- oder Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen. Dies eröffnet vielen, die früher allein aufgrund einer Sehschwäche chancenlos waren, erfolgreiche Polizeikarrieren.

Über Individuelle Voraussetzungen und Ausschlusskriterien für refraktive Lasereingriffe, die den lokalen polizeibehördlichen Vorgaben entsprechen, informiert Sie gern Ihr Augenchirurg Dr. Febrer Bowen.