ADD-ON-LINSEN

Nach einer Katarakt-Operation lassen sich bestehende Restfehlsichtigkeiten heute durch Einsatz einer zusätzlichen Intraokularlinse (Add-On-Linse) wirkungsvoll korrigieren. Ein kleiner, reversibler Eingriff mit große Wirkung.

Add-On-Linsen: das „Huckepack-Prinzip“

Die Idee ist gar nicht so neu. Die Grundüberlegung, nach einer Katarakt-OP (Linsentauch „natürliche“ gegen „Kunstlinse“) durch Einsatz einer zweiten, zusätzlichen IOL (Intraokularlinse) noch bestehende Brechungsfehler zu korrigieren, geht in die 1990er Jahre zurück. Damailige Versuche, eine zweite Kunstlinse in den sog. Kapselsack (die natürliche „Verpackung“ der Augenlinse) zu implantieren waren aufgrund der räumlichen Enge (zu geringer Linsenabstand) und eines noch unausgereiften Linsendesigns problembehaftet. Intensive Forschung- und Entwicklungsarbeit brachte den Erfolg.

Das ONS-Konzept

Optimales Natürliches Sehen (ONS)“ nach der Katarakt-OP basiert auf der Technologie des Linsenherstellers 1stQ®. Zielstellung ist ein möglichst brillenfreies Scharfsehen über alle Distanzen durch ein kooperierendes Zweilinsensystem. Vor die in einer herkömmlichen Katarakt-OP im Tausch gegen die eingetrübte körpereigene Linse implantierte Basis-IOL, wird durch einen minimalinvasiven Eingriff eine zweite Hochleistungs-IOL (Add-On-Linse) eingesetzt.

Die neue Technologie

Fünf entscheidende Veränderungen kennzeichnen die Entwicklung der modernen Zwei-Linsen-Technologie:

  • Neue High-Tech-Materialien
  • Neue Linsen-Designs
  • Verfeinerte Messtechnik
  • Verbesserte minimalinvasive OP-Technik
  • Neue Implantations-Strategie

Die Add-On- Implantation

Die Zusatzlinse wird nicht mehr direkt vor die erste Linse im Kapselsack platziert, sondern minimalinvasiv in den sogenannten Sulcus ciliaris zwischen Regenbogenhaut (Iris) und erste Linse eingesetzt. Damit wird eine übermäßige Enge im Kapselsack mit ungünstigem Direktkontakt der beiden Linsen vermieden.

Die Pluspunkte

Die Add-On-Linse bereichert die Sehkraft um einen oder mehrere zusätzliche Brennpunkte und ermöglicht so im Idealfall annähernd stufenloses  Scharfsehen im Nah-, Mittel- und Fernbereich. Das Optimum ist völlige Brillenunabhängigkeit.

Die Add-On-Linse-Implantation ist voll reversibel. Verändert sich die im Laufe des Lebens die Sehkraft, kann sie entfernt oder ausgetauscht werden – und das mehrfach!

IOL-Varianten

Bereits die 1stQ-Basis-IOL für die Katarakt-OP bietet heute ein Fünf-Punkte-Paket für:

  • scharfes Sehen im Fernbereich (Basisfunktion)
  • stufenlosen Übergang vom Nahsicht- in den Mittelsichtbereich (Progression)
  • UV-Schutz der Netzhaut und natürliches Farbensehen (Blaufilterfunktion)
  • verbessertes Kontrast- und Dämmerungssehen (asphärische Funktion)
  • punktgenaues Sehen bei Hornhautverkrümmung/Astigmatismus (Zylinderfunktion)

Die Add-On-IOLs werden nach präzisem Vermessen der Augen individuell gefertigt. Sie sind in

  • sphärischer (Plus- oder Minuswerte korrigierend)
  • torischer (Zylinder- bzw. Hornhautverkrümmung korrigierend) und
  • progressiver (Gleitsicht oder multifokaler)

Ausführung verfügbar. So können sie zur Korrektur verschiedener Fehlrefraktionen wie Kurz- und Weitsichtigkeit (Myopie/Hyperopie), Alterssichtigkeit (Presbyopie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus, Hornhautverkrümmung) eingesetzt werden.

Online Terminvereinbarung

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin! 030/7866062

Online Terminvereinbarung