EDOF-Linsen

EDOF steht für Extended Depht Of Focus (erweiterte Tiefenschärfe) und charakterisiert eine neue Generation implantierbarer Augenlinsen. Ein spezielles, nach dem Gleitsichtprinzip entwickeltes Linsendesign minimiert störende Lichteffekte und erweitert zudem die Einsatzmöglichkeiten für verschiedene Formen der Sehbehinderung. Patienten, die aufgrund ihrer individuellen Augenanatomie, besonderer berufsbedingter Anforderungen (z. B. Nachtarbeit) oder Vorerkrankungen (z. B. Diabetes) nicht für den Einsatz herkömmlicher Multifokallinsen geeignet sind, eröffnet die EDOF-Technologie die Chance auf ein weitgehend brillenunabhängiges Leben.

Das EDOF-Funktionsprinzip

Im Gegensatz zu den scharf definierten, vergleichsweise weit auseinanderliegenden Brennpunkten der etablierten bi- und trifokalen Multifokallinsen (MIOL) sind EDOF-Linsen mit einem erweiterten und besonders tiefenscharfen Fokusbereich ausgestattet, der das einfallende Licht quasi „weicher“ verteilt. Der Übergang zwischen den verschiedenen Sehbereichen – fern, mittel, nah – wird weniger „holprig“. Zudem wird durch die Anwendung der sogenannten Überblendtechnik (Blended-Vision) besonders das im Computerzeitalter so bedeutsame Scharfsehen in der Zwischendistanz optimiert. Dazu können auch beide Augen mit unterschiedlich berechneten EDOF-Linsen – eine für die Nachsicht, die andere für die Fernsicht optimiert – versorgt. Der besonders tiefenscharfe Überblendbereich („Mischbereich“) beider Linsen erzeugt klare Bilder in der Zwischendistanz.

Geringeres Störpotenzial

Ohne die großen Abstände zwischen den separaten Brennpunkten herkömmlicher MIOL sinkt die Wahrscheinlichkeit für störende Photoeffekte wie Halos (Lichthöfe), Starbursts (Strahlenkränze) und Blendempfindlichkeit (besonders bei nächtlichen Lichtquellen). Verbesserte Kontrastwahrnehmung ist ein weiterer EDOF-Pluspunk, der z. B. berufsbedingt „Nachtaktive“ wie Kraftfahrer zu Kandidaten für eine EDOF-Implantation macht.

Weites Einsatzspektrum

Auch EDOF-Linsen zeichnen sich durch ihre vielfältigen individuellen Fertigungsoptionen aus. Somit kommen sie nicht nur für die Behandlung der gewöhnlich ab Mitte des fünften Lebensjahrzehnts symptomatisch werdenden Alters(weit)sichtigkeit in Betracht. Auch kurz- und weitsichtigen oder durch einen Grauen Star in ihrem Sehvermögen eingeschränkten Patienten kann grundsätzlich mit einer EDOF-Linsenimplantation geholfen werden.

Individuelle Eignung

Wenngleich EDOF-Linsen zu den jüngsten Innovationen in der Linsenchirurgie zählen, sind sie im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten umfassend evaluiert. Selbstredend handelt sich aber auch bei EDOF um keine „Fits-all-Technologie“, die alles andere in den Schatten stellt. Individuelle Anamnese, Anatomie der Augen, körperlicher Gesamtzustand, berufliche Anforderungen und nicht zuletzt die persönlichen Erwartungen sind wichtige Kriterien für die Wahl der adäquaten Behandlungsmethode. Welche der vielfältigen Strategien die beste für den einzelnen Patienten ist, kann nur im kommunikativen Austausch mit dem kompetenten Augenchirurgen eruiert werden.

Chirurgisches Know How

Dr. Febrer Bowen – mit der Erfahrung von über 25.000 Augenoperationen ausgestattet – wird nach sorgfältiger Untersuchung Ihrer Augen und dem gemeinsamen Abwägen aller Pro- und Kontrapunkte die für Sie beste Lösung finden. Auf seine Maxime, jeden Patienten von der Voruntersuchung und gemeinsamen Behandlungsplanung über den chirurgischen Eingriff bis hin zur Nachsorge persönlich zu begleiten, dürfen Sie auch im Falle einer EDOF-Linsenimplantation vertrauen.

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