Kataraktoperation – never ending Erfolgsstory

Rund um den Globus werden bis zum Jahresende etwa 14 Millionen Augen allein in 2018 von ihrem Grauen Star befreit worden sein – davon entfallen mindestens 800.000 auf Deutschland. Damit ist die Kataraktoperation, also der chirurgische Austausch einer durch ausflockende Linseneiweiße eingetrübten Augenlinse gegen eine künstliche mono- oder multifokale Hochleistunglinse einer der häufigsten, komplikationsärmsten und erfolgreichsten Operationen überhaupt.

Kataraktoperation – die Evolution geht weiter

Trotz bereits sehr hoch entwickelter OP-Technik und individuell adjustierbarer Linsenfertigung sind ophthalmologisch tätige Wissenschaftler und Materialentwickler weiterhin hochmotiviert, jede weitere Optimierungsmöglichkeit umzusetzen. Aktuell ist ein operationstechnisches Detail in der Erprobung, das vielleicht den chirurgischen Linsentausch während der Kataraktoperation noch präziser und zudem kostengünstiger gestalten wird.

Kataraktoperation - Verfahren im Prüfstand - geschlossene Augen

Kataraktoperation – Skalpell versus Laser

Das sehr bewährte, auch bei Augenarzt Berlin im Rahmen der Kataraktoperation angewandte Verfahren zur Entfernung der getrübten Augenlinse wird Phakoemulsifikation genannt. Dabei wird die sogenannte Linsenkapsel – eine dünne die Linse umfassende Gewebsschicht – zunächst manuell mit einem winzigen Schnitt kreisrund eröffnet. Die „ergraute“ körpereigene Linse (der Linsenkern) wird dann mit einer Ultraschallsonde zertrümmert und abgesaugt. Nachfolgend führt der Augenchirurg die neue Kunstlinse manuell ein. Seit einigen Jahren gibt es auch ein Femto Phako genanntes Verfahren, bei dem die Eröffnung der Linsenkapsel sowie das Zerkleinern des Linsenkerns mit einem speziellen Femtosekundenlaser erfolgen.

Kataraktoperation – klassische Phakoemulsifikation nicht unterlegen

Zwar ermöglicht der Einsatz der Femtosekundenlasers eine Schnittführung mit höchster Präzision und zudem muss weniger Energie zur Linsenzertrümmerung eingesetzt werden, sodass die Verletzungsgefahr für umliegendes Gewebe besonders niedrig ist. Aber die Operationsdauer verlängert sich etwas durch den Lasereinsatz. Zudem hat sich gezeigt, dass ein erfahrener Augenchirurg wie Dr. med. Bernhard Febrer Bowen mit der bewährten Phakoemulsifikation mindestens ebenso gute Ergebnisse bei nicht erhöhten Komplikationsraten erzielt. So kommt auch „Cochrane“ – ein internationales wissenschaftliches Netzwerk zur Prüfung und Bewertung von medizinischen Therapien – zu dem Schluss, dass es auf Basis der verfügbaren internationalen Studien keine klare Evidenz für die Überlegenheit der Femtolaser-gestützten Kataraktoperation gegenüber der Phakoemulsifikations-Methode gibt.

Kataraktoperation – kostengünstig ohne Laser

High-Tech hat ihren Preis. Hohe Entwicklungs-, Anschaffungs- und Wartungskosten des Femtosekundenlasers sowie bei jedem Eingriff benötigte Verbrauchsmaterialien schlagen sich merklich in den Behandlungskosten nieder. Da die Kataraktoperation mit Femto-Laser keine Kassenleistung ist, bedeutet das erheblichen finanziellen Mehraufwand für die Patienten, was ohne nachgewiesenen Zusatznutzen kaum zu vermitteln ist. Aus diesen Gründen wird bei den Augenärzten am Platz der Luftbrücke weiterhin auf die bewährte Phakoemulsifikation gesetzt.

Kataraktoperation – brandneues Verfahren auf dem Prüfstand

Wissenschaftler der TH Köln testen gerade ein neu entwickeltes mechanisches Operationswerkzeug, das vielleicht eine kostengünstige, aber ebenso präzise Alternative zum Femtosekundenlaser-Einsatz während der Kataraktoperation werden könnte. Das neuartige Instrument wird über ein externes Magnetfeld betrieben und soll dem Augenchirurgen berührungsfrei durch Rotation mit geringer Drehzahl den kreisrunden Einschnitt in die Linsenkapsel ermöglichen. Nur einen Millimeter hoch und fünf Millimeter im Durchmesser soll das aus einer besonderen Stahllegierung gefertigte Instrument dem Operateur maximale Kontrolle bieten. Trotz manueller Schnittführung sollen geregelte Voreinstellungen höchste Sicherheitsstandards gewähren. Ob die Präzision tatsächlich mit der eines Femtosekundenlasers konkurrieren kann, wird derzeit in umfangreichen Funktionstest untersucht.

Kataraktoperation – Kosteneinsparung zu welchem Preis?

In der Vision soll die Anschaffung des neuen „Schneiders“ eine 80-prozentige Preisersparnis gegenüber dem Femtosekundenlaser erbringen. Hinzu kämen niedrigere laufende Verbrauchskosten. Ob und wenn ja, wann sich das alles so umsetzten lässt und in welcher Weise die sich einer Kataraktoperation unterziehenden Patienten davon profitieren werden, ist allerdings noch mit vielen Fragezeichen versehen.

Kataraktoperation – was bedeutet das neue Verfahren für die Patienten?

„Soll ich besser warten?“ Wenn Sie gerade vor der Entscheidung stehen, Ihren Grauen Star operieren zu lassen, sollten Sie sich dabei nicht von der Möglichkeit einer in Zukunft noch weiter verbesserten und vielleicht auch kostengünstigeren Methodik leiten lassen. Mit der Phako-Kataraktoperation erhalten sie bei Augenarzt Berlin am Platz der Luftbrücke die momentan sicherste und die überzeugendsten Ergebnisse liefernde Therapie Ihres Grauen Stars. Ob das gerade in der Erprobung befindliche neue Verfahren tatsächlich Vorteile bringt und wann es allgemeine Praxisreife für den Einsatz bei der Kataraktoperation erreicht haben wird, ist noch ungewiss. Sie aber leben im Jetzt und brauchen jetzt wieder gute Sicht, um Ihre Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern. Zudem wird die Forschung immer weitergehen und es wird immer wieder Versbesserungen geben. Aber das „Wann“ ist nie vorhersehbar. Wer auf das „absolute“ Optimum wartet, darf sich Zeit seines Lebens nie behandeln lassen. Denn während er es tut, ist von der Forschung der nächste Evolutionsschritt schon halb gegangen.

Kataraktoperation – wo wird die neue Methode angeboten?

Sie können sich entspannt zurücklehnen und wie gewohnt auf die Expertise der Augenärzte am Platz der Luftbrücke vertrauen. In Sachen Forschung und Entwicklung sind wir „ganz nah dran“ und immer auf dem neuesten Stand. Wenn optimierte Operationsverfahren, fortschrittliche Linsen oder Geräte, deren Einsatz den Patienten zugutekommt, zur Verfügung stehen, werden Dr. Febrer Bowen und sein Team sie Ihnen anbieten und Sie vorab umfassend darüber aufklären. Das gilt selbstverständlich auch für die aktuell beforschte neu Methode der Kataraktoperation ohne Laser. Bis es soweit ist – wann immer das sein mag – dürfen Sie voll ganz auf die gegenwärtig bei Augenarzt Berlin eingesetzten Verfahren, die lange chirurgische Erfahrung und die Materialtechnik vertrauen. Alles ist auf dem neuesten Stand – und wird es auch bleiben.