Morgens Augenschmerzen

 

Wer morgens Augenschmerzen hat leidet eventuell an einer wiederkehrenden Hornhauterosion. Die Hornhaut selber ist durch die Epithelzellen geschützt, die durch Zellverbindungen am Hornhautgewebe (der Bowmanmembran befestigt sind). Wenn man morgens Augenschmerzen hat, kann es sein, dass diese Zellverbindungen schwach sind und das Epithel aufgeplatzt ist. Das geschieht dadurch, dass das Auge nachts geschlossen ist und die Deckzellen mit dem Augenlid verkleben können. Öffnet man dann morgens die Augen, reissen die Zellen von der Hornhaut ab und deswegen verspürt man dann morgens Augenschmerzen.

Mögliche Ursachen für morgendliche Augenschmerzen

Ein Eitheldefekt kann durch eine Verletzung auftreten. Vielleicht hat man mal etwas ins Auge bekommen. Dadurch ist die Anordung der Zellen durcheinander gebracht worden, so dass es keinen festen Zellverbund mehr gibt. Auch gibt es angeborene Hornhautveränderungen, Dystrophien, die zu einer Schwächung der Verbindungszellen führen kann. Die Map-Dot-Finger Dystrphie ist eine häufige Ursache von dem Symtom  „morgens Augenschmerzen“.

Mögliche Behandlung morgendlicher Augenschmerzen

Die meisten Augenärzte werden eine Hornhauterosion erst einmal mit Tropfen oder Salben versorgen um zu sehen, ob die Hornhauterosion von selber verheilt. Das kann langwierig sein, da erst nach 7 Monaten wieder feste Verbindungen des Kollagens zwischen Hornhaut und Epithel aufgebaut werden. Kommt es nicht zu einer Verheilung, kommt es immer wieder zu den Augenschmerzen am Morgen. Jetzt kann darüber nachgedacht werden, die krankhaften Zellen zu entfernen, das oberflächliche Hornhautgewebe anzurauhen um neuen Epithelzellen die Chance zu geben, eine komplett neue Deckschickt zu entwickeln. Das Entfernen des Epithel erfolgt durch Abstreifen durch eine Art stumpfes „Buttermesser“. Vorher wird das Gewebe durch einen Tropfen Alkohol (20% Ethanol) so weich gemacht, dass das Enfernen kein Probelm darstellt.

Dann wird mit dem Excimerlaser die Oberfläche „glattpoliert“, so dass das neue Epithel auf einer perfekten Unterlage wieder stark und haltend nachwachsen kann. Diese Augenoperation ist eine phototherapeutische Keratektomie und wird von den meisten Krankenkassen bezahlt.

Lesen Sie auch hier etwas zur Technik.

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Dr. med. Bernhard Febrer Bowen, Augenarzt

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