Nachstar – Nebenwirkung der Kataraktoperation ist gut behandelbar

Die Kataraktoperation, die einzig wirksame Therapie des Grauen Star, ist die häufigste und eine der komplikationsärmsten Operationen überhaupt. Umso wichtiger ist es, im Vorhinein über mögliche Risiken, Neben- und Nachwirkungen aufzuklären. Die postoperative Entwicklung eines sogenannten Nachstars gehört dazu.

Nachstar – was passiert bei der Kataraktoperation?

Bei der chirurgischen Behandlung des Grauen Star (Kataraktoperation) wird die durch auskristallisierte Eiweiße eingetrübte körpereigene Augenlinse gegen eine individuell angepasste künstliche Linse (Intraokularlinse, IOL) ausgetauscht. Der Augenchirurg entfernt zunächst die getrübte natürliche Linse durch ein Phakoemulsifikation genanntes Verfahren. Dazu wird die sogenannte Linsenkapsel minimalinvasiv eröffnet, der Linsenkern per Ultraschall zerkleinert, um anschließend die Fragmente abzusaugen. Die Linsenkapsel bleibt erhalten, um die neue IOL exakt an die Stelle des natürlichen Vorgängers zu platzieren. Einem erfahrenen Augenchirurgen wie Dr. Febrer Bowen gelingt dieser Ablauf unter Einsatz hochentwickelter Technik sehr zuverlässig und mit höchster Präzision. Das spätere Auftreten eines sogenannten Nachstars lässt sich aber nicht immer verhindern.

Älterer Mann - Nachstar bei einer Kataraktoperation

Nachstar – natürliche Narbenbildung

Der Nachstar ist eine mögliche Nachwirkung des operativen Linsenaustausches, die auf natürlicher Narbenbildung beruht. Im Rahmen der Kataraktoperation bleiben von der entfernten körpereigenen Augenlinse im Kapselsack einige Epithelzellen zurück, die sich im Nachgang der Operation durch Teilung vermehren. In welchem Ausmaß das erfolgt, ist individuell sehr unterschiedlich und nicht vorhersagbar. Im Extremfall geht dieser Prozess so weit, dass die Epithelzellen zwischen der neu implantierten Intraokularlinse (IOL) und dem hinteren Kapselsack ganz langsam eine geschlossene Gewebeschicht bilden, die der Patient als neuerlichen Grauschleier – den Nachstar – wahrnimmt. Ob und wie schnell er sich bildet, hängt stark von individuellen Faktoren des Patienten ab. Neben einer genetischen Veranlagung, spielt auch das Alter eine Rolle. Da jüngere Menschen gewöhnlich über zellteilungsaktiveres Gewebe verfügen, ist ihr Nachstar-Risiko höher.

Nachstar – wie und wann macht er sich bemerkbar?

Unzureichend aufgeklärte Patienten glauben oft an eine Eintrübung ihrer implantierten Kunstlinse, wenn einige Monate, manchmal sogar Jahre nach einer erfolgreichen Kataraktoperation erneut ein Grauschleier ihr Sehvermögen zu beeinträchtigen beginnt. Die Befürchtung ist unbegründet. Da die modernen Intraokularlinsen keine Eiweiße oder andere auskristallisierende Biosubstanzen enthalten, kann Ihr Augenarzt einen Nachstar sicher als zusammengewachsene Epithelzellschicht diagnostizieren.

Nachstar – kurzer Lasereingriff schafft klare Sicht

Mit einem kurzen Lasereingriff lässt sich ein Nachstar und mit ihm die getrübte Sicht beheben. Der Operateur setzt mit dem Laser eine Öffnung zentral in den hinteren Kapselsack, sodass die Lichtstrahlen wieder „unverschleiert“ auf die optischen Sinneszellen der Netzhaut gelangen. Sie sehen wieder klar. Der ganze Eingriff dauert nur wenige Minuten, erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung mittels Augentropfen. In aller Regel kommt es dann zu keiner erneuten Ausbildung eines Nachstar.

Nachstar – wie oft entwickelt er sich?

Die internationalen Statistiken beziffern die Nachstar-Risiken auf Werte zwischen 25 und 30 Prozent. Das mag recht hoch erscheinen. Doch sind das Mittelwerte über alle Ethnien und Altersklassen hinweg. Für die Nachstar-Wahrscheinlichkeit des Einzelnen sind sie aufgrund seiner eigenen Genausstattung, seines Alters und weiterer biometrischer Faktoren nicht allzu aussagekräftig.

Nachstar – kein Kunstfehler

Ein Nachstar ist kein Kunstfehler des Chirurgen und auch keine Folge einer falsch berechneten IOL oder ungeeigneten Linsenmaterials. Er resultiert aus einem „überschießenden“ Heilungsprozess und beruht auf den sehr individuellen und nicht voraussagbaren Narbenbildungseigenschaften jedes einzelnen Patienten.

Nachstar – Aufklärung wird bei Augen-Arzt-Berlin groß geschrieben

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung! Das gilt auch für augenchirurgische Eingriffe wie die Kataraktoperation, die der Volksmund gern als „Routine“ bezeichnet – ein unpassender Begriff, da er der Individualität jedes Patienten und jeder Krankheitsausprägung keine Beachtung schenkt. So versteht es Dr. Febrer Bowen als erfahrener Augenchirurg zwar routiniert mit sicherer Hand zu arbeiten, dabei aber jedem einzelnen Auge die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, um jede individuelle Eigenheit im OP-Verlauf zu berücksichtigen. Ein Nachstar lässt sich bei Patienten, die zu seiner Bildung neigen, auch durch höchste chirurgische Akkuratesse nicht verhindern.

Die Beseitigung des Nachstars per Lasereingriff ist ein sehr effektives Verfahren mit niedrigem Risikoprofil, über das Sie aber dennoch präoperativ eingehend aufgeklärt werden müssen. Bei den Augenärzten am Platz der Luftbrücke passiert das immer im persönlichen Gespräch mit Ihrem Augenchirurgen.

By |28.01.2019|Categories: Allgemein, Grauer Star (Katarakt)|
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